Der Drucker Club The Printer Blog for Dummies & Doctors

21Apr/110

ITG- Interessengemeinschaft der Tonergeschädigten

Neue Kampagne (Quelle: www.blauer-engel.de)

Ernst zu nehmende Aufklärungsarbeit oder Hysterie?

Interessengemeinschaften oder Ihre Vertreter haben oftmals Erfolg, vorausgesetzt sie engagieren sich für Konzerne.Doch wie verhält es sich mit einer Einrichtung, die eine kleine Bevölkerungsgruppe vertritt und für Aufklärung kämpft für ein Problem, welches wissenschaftlich mangelhaft untersucht ist.

 

Tierversuche an Ratten haben ergeben, dass Tonerstaub in den Untersuchungen Lungentumore verursacht hat. Da der Demnach hat Tonerstaub ein krebserzeugendes Potenzial ist allerdings noch nicht genau eingestuft, auch wenn  bestimmt Vorgaben bei den Emissionen bereits festgeschrieben sind. So liegt das Akzeptanzrisiko  bei 60 Mikrogramm Tonerstaub pro Kubikmeter Raumluft, ab 2018 sollen die Mikrogramm auf das Zehnfach abgesenkt werden. An dieser Stelle sollten die Alarmglocken eines jeden Laserdruckerbesitzers läuten, wenn von Tonerstaub kein ernst zunehmendes Risiko ausgeht, wäre es auch nicht  notwendig die Richtwerte zu verändern.

Die BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) distanziert sich in Ihrem Bericht Tonerstäube am Arbeitsplatz eindeutig davon, dass die Ergebnisse auch auf den menschlichen Körper übertragbar wären. An dieser Stelle verweist Sie lediglich darauf, dass mögliche eintretende Erkrankungen im Zusammenhang mit Tonerstaub, auf eine Überempfindlichkeit zurückzuführen sind.

Es  können ja nur 4 von 10.000 Menschen in Ihrem gesamten Arbeitsleben bleibende Schäden von Tonerstaub davontragen, vorausgesetzt Sie sind 40 Jahre lang kontinuierlich von dem Staub umgeben.  Dieser Wert liegt in der Toleranzgrenze.

Generell liest sich der Bericht der Bundesanstalt wie eine verharmloste Gebrauchsanweisung für den Umgang mit Laserdruckern, so bestünde zwar ein Krebspotenzial wenn man allerdings einige Schutzmaßnahmen einhält, sollten die Lungen auch einiges ertragen können. Beruhigend nicht wahr?

Doch das es überhaupt Berichte zu diesem Thema gibt, ist nicht zuletzt dem Gründer der ITG, Hans-Joachim Stelting, ehemaligem Polizisten  beim Landeskriminalamt Hamburg, zu verdanken. Im Jahre 2000 gründete er die Interessengemeinschaft und die Internetplattform www.krank-durch-Toner.de

Nachdem bei Ihm in den Neunzigern  irreparabler Lungenschaden festgestellt worden ist, was sogleich das Aus für die berufliche Laufbahn bedeutete, widmete sich Herr Stelting seiner Aufklärungskampagne. Er sammelte Berichte und dokumentierte erfasste Erkrankungsfälle, beriet betroffene Menschen und setzte sich für die Aufarbeitung der Problematik durch die Behörden ein.

Doch Laserdrucker sind aus dem Bürobereich und dem Home-Office kaum wegzudenken, was tun also, hier bietet die Plattform www.sicher-drucken.de unterschiedliche Lösungsansätze.  Eine vollkommene Druckabstinenz kann natürlich nicht die Lösung sein, auch im digitalen Zeitalter ist das Papier eine sichere Dokumentationsmethode.

Die konsequenteste Variante ist der Umstieg auf leistungsstärkere Tintenstrahlgeräte, und tatsächlich greifen Hersteller diese Idee auf.

Wenn man aber schon ein Lasergerät im Betrieb hat, sollte man  vor allem beim Aufstellungsort sorgfältig sein, Gerät in einem separaten Raum stellen und die Raumluftqualität durch ständiges Lüften optimieren. Außerdem sollte man die Geräte mit einem zusätzlichen Filter versehen, und hier kommen die Hersteller ins Spiel, denn wie das Umweltbundesamt in seinem Telegramm vom 01.2010 berichtet, ist die Hauptproblematik bei der Aufrüstung mit Filtern, dass viele Drucker für eine solche Nachrüstung nicht geeignet sind. Doch bevor die Druckerhersteller eine solche Möglichkeit für Ihre Drucker anbieten, müssen sie sich und der Öffentlichkeit  eingestehen, dass von Ihren Produkten ein gesundheitliches Risiko ausgeht.

Vor allem Verbraucher sollten sich deshalb beim Kauf eines Gerätes über mögliches Gefährdungspotenzial informieren. Denn nicht alle Laserdrucker haben dieselben Emissionen, zwar gibt es auf dieser Ebene keine einheitliche Kennzeichnung, da sich Konzerne schon immer gegen Einfachheit und Transparenz wehren, allerdings gibt es mittlerweile einige Anhaltspunkte zu emissionsarmen Druckern. So ist  das Umweltzeichen „Blauer Engel“, welches aus einer Zusammenarbeit zwischen dem Umweltbundesamt und dem deutschen

Institut für Gütersicherung und Kennzeichnung e. V hervorgegangen ist, ein Indiz für besonders emissionsarme Drucker.  Außerdem wird das „BG-Prüfzert-Zeichen schadstoffgeprüft“ für Laser und Kopiergeräte vergeben.

 

 

 

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