Der Drucker Club The Printer Blog for Dummies & Doctors

20Apr/110

Lexmark stellt sich ahnungslos.

Firmware-Upgrade Warnung

Ein folgenschwerer Anruf bei Lexmark.

Seit einiger Zeit verbreitet die Firma Static Control, Anbieter für alternatives Verbrauchsmaterial, an alle Ihre Kunden Aufkleber mit der Aufschrift "Say NO to Firmware Upgrades". Dabei handelt es sich um eine Methode , die Hersteller wie Lexmark, IBM und mittlerweile Samsung verbreiten um die Kunden dazu zu nötigen Original Verbrauchsmaterial zu verwenden. Nach dem durchgeführten  Firmware Upgrade erkennt der Drucker die wiederaufbereiteten Kartuschen nicht mehr an. Original Tonermodul muss her.

Ärgerlich für die Kunden, die aus Preisgründen oder aus Überzeugung, sowas soll es noch geben, sich für die Verwendung von Rebuilt Kartuschen entschieden haben.

Was macht nun ein mündiger Käufer? Er ruft beim Hersteller an und fragt nach. So oder so ähnlich verläuft dann ein Gespräch mit einem Lexmark Mitarbeiter, obwohl man die Tatsache in Frage stellen kann.

Anrufer X erleichtert dass er nicht bei der Telekom anruft.

Mitarbeiter Y: Hallo Herr Y am Apparat Lexmark Support

Anrufer X: Ich habe eine Frage bezüglich des Firmen Upgrades. Stimmt es, dass ich danach meine Rebuilt Kartuschen nicht mehr verwenden kann?

Mitarbeiter Y: Das ist mir nicht bekannt bleiben Sie dran

Anrufer X muss einen nervigen Jingle ertragen

Mitarbeiter Y: Sind Sie noch Dran Herr/Frau X

Anrufer X : Ja bin noch dran auch wenn etwas hörgeschädigt

Mitarbeiter Y: schweigt

Mitarbeiter Y: Also in unserem System steht nichts davon

Anrufer X: Aber Sie arbeiten aber schon bei Lexmark und haben auch das Lexmark System bemüht?

Mitarbeiter Y: Uns ist so etwas nicht bekannt

Anrufer X wundert sich was genau ihm nicht bekannt ist, wo er arbeitet oder welches System er verwenden soll, schweigt aber aus Höflichkeit

Anrufer X: und was soll ich jetzt mach Firmen Upgrade durchführen oder nicht?

Mitarbeiter Y: Es kann passieren, dass er Ihre Kartusche nicht mehr erkannt wird

Anrufer X: kommt sich kriminell vor, wegen dem Tonfall wie der Mitarbeiter Ihre sagt.

Mitarbeiter Y: Außerdem verfällt Ihre Garantie, wenn Sie Fremdprodukte nutzen.

Anrufer X ist sauer, da seine Garantie eh abgelaufen ist, außerdem ist der Hersteller in der Nachweispflicht ist, dass das Gerät durch die Fremdkomponenten in seiner Funktion eingeschränkt wurde, verkneift sich aber jeden Kommentar, da er der Meinung ist, dass er eh mit der Inkompetenz höchstpersönlich spricht.

Anrufer X: Also ist Ihnen die Tatsache doch bekannt, dass das Upgrade mögliches Druckausfall nach sich ziehen kann

Mitarbeiter Y: Nicht wenn Sie Originalkartuschen verwenden

Anrufer X: Würde ich ja tun, wenn diese einen moderaten Preis hätten

Mitarbeiter Y: Das haben Sie

Anrufer X: Das bezweifle ich

Mitarbeiter Y: gibt undefinierte Geräusche von sich etwas zwischen hmmm und stammeln

Anrufer X: (schnaufend) Okay danke für das Gespräch

Mitarbeiter Y: Bitte Herr/Frau X

Wobei das mögliche Gespräch mit Lexmark noch harmlos abgelaufen ist, nach Berichten eines Kunden würde der Samsung- Support sogar so weit gehen und behauptet bei der Verwendung von Rebuilt-Toner bestünde die Möglichkeit, dass der Drucker abbrennt.

Was lernen wir daraus? Eigentlich nichts, dennoch ist es verwunderlich, dass die Informationsbereitschaft auf Seites den Originalherstellers kaum bis überhaupt nicht vorhanden ist. Warum informiert Lexmark und andere Anbieter Ihre Kunden nicht über mögliche Risiken, warum übernehmen diese Aufgabe die Alternativanbieter? Es scheint so, als hätten die OEM's den Startschuss nicht gehört. Im Informationszeitalter und angesichts der Fülle der verfügbaren Informationen, die nur einen Klick entfernt sind, versuchen Sie dennoch Lügen aufzutischen. Den verbrannten Drucker hätte ich gern gesehen und ich lasse mich gerne von meiner Unwissenheit diesbezüglich überzeugen.

Natürlich darf man nicht aus den Augen lassen, dass jeder den finanziellen Vorteil aus seiner Sache ziehen will. Rebuild-Hersteller wollen Ihren Kundenstamm nicht verlieren. OEM's wollen Ihre Produkte vertreiben, doch wo bleibt da der Kunde und seine Wünsch in der Rechnung? Warum wird diese Uneinigkeit auf seinem Rücken ausgetragen?  Warum muss dieser beispielsweise für einen Firmware Downgrade bezahlen, obwohl er den Upgrade gar nicht haben wollte bzw. nicht über dessen Auswirkungen aufgeklärt worden ist?

 

 

 

 

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