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19Apr/110

ETIRA verhilft Tonerkartuschen und Druckerpatronen zu einem zweiten Leben

Etira- Der Recyclerverbund (Quelle: www.etira.org.)

European Toner & Inkjet Remanufactures Association vertritt die Interessen von 50 Mitgliedern aus 20 europäischen Ländern, die gemeinsam ca. 50% des Gesamtumsatzes der Recyclerbranche in Europa erwirtschaften. Zu den Mitgliedern in Deutschland gehört u. a "KMP PrintTechnik AG" http://www.kmp.com/, OCP http://www.ocp.de oder das Recyclingunternehmen Geldfuermuell, welches kürzlich durch tragische Ereignisse in die Schlagzeilen geriet, nämlich mit dem Brand der Lagerhalle in Hilpoltstein, in denen sich mehrere Millionen Lerrgutmodule befanden.

 

Alle teilnehmenden Partner verpflichten sich den Code of Conduct zu befolgen. Dieser enthält mehr oder weniger eindeutig formulierte Qualitätsstandard bezüglich der Betriebsführung und der Produktaufbereitung. Erkennbar sind die getesteten Produkte an einem grünen R. Der Dachverband hat außerdem eigene

Sammelsysteme entwickelt, die es den Firmen ermöglichen an entsprechendes Leergut heranzukommen. Zu finden sind sogenannte Sammelboxen in offiziellen Einrichtungen. Für besonders begehrtes Leergut kann der Verbraucher bis zu 4,-€ erhalten.

Die anschließend wiederbefüllten Module werden als eigenes Markenprodukt vertrieben und sind um einiges billiger als das Original, wobei die Druckqualität laut Angaben gleiche Ergiebigkeit aufweist wie das Originalhersteller-Produkt.

Die Recyclinggeschichte ist denkbar einfach und begann 2003 mit der Gründung der ETIRA, die Ihren Sitz in Brüssel hat.

Das Defizit des Marktes bezüglich der Alternativen, sowie die Einstellung der Originalhersteller, die strikt dem Rockefeller-Prinzip folgten: Verschenke Öllampen um anschließend teuer Öl zu verkaufen, begünstigte die Arbeit des Verbandes. Vor allem bei neuen Geräten konnte von moderaten Druckkosten keine Rede mehr sein.

Die ETIRA vereinte Anbieter von Alternativprodukten und betrieb Aufklärungsarbeit, außerdem sicherte Sie den Partnern juristische Vertretung zu. Der Einflussbereich der Organisation wuchs, nicht nur durch den stetigen Zuwachs am Gesamtumsatz in der Druckbranche, sondern auch durch das "grüne Image". Zunehmend bekannten sich auch Firmen dazu, Rebuild Produkte zu nutzen und somit die Umwelt mindestens von gebrauchten Tonermodulen und Tintenpatronen zu entlasten. Was ist auch am verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen verkehrt?

Vor einigen Jahren kämpften die Recycler ausschließlich gegen die OEM´s und die von ihnen verwendeten Recyclinghindernisse, wie die Zählerchips. Heute hat sich der Feind nach Osten verlagert und bedroht auch hierzulande, wie in vielen anderen Bereichen den heimischen Wirtschaftsherd. Die Zulieferer aus China überfluten den europäischen Markt mit "New-Built-Ware" entweder getarnt als Originalware oder als Recyclingprodukt. Containerweise kommen die Tonerkartuschen oder Tintenpatronen unter Fantasienamen wie "Ninestar" nach Europa und tausendfach lassen sich die Kunden von niedrigem Preis blenden.

Derzeitige  ETIRA-Präsident Christian Wernhart, rät dem Endverbraucher kritischer mit seiner erworbener Ware umzugehen und sich eklatante Preisunterschiede zur Gemüte zu führen.

Ein Rechenbeispiel:

Die Kartusche Q2612 A für den HP LaserJet 1010 kostet einen Recycler 13,-€, da er oft das knapp bemessene Leergut einkaufen muss und seine Produktionslohnkosten europäischen Standards entsprechen. Die Herstellungskosten für einen Nachbau in China belaufen sich auf 8,50E alle Importzölle und Frachtkosten inklusive.

Rechtlich ist die Sache eindeutig, nicht nur Händler, die Nachbauten fälschlicherweise als Recyclingware kennzeichnen und vertreiben, sondern auch gewerbliche Endverbraucher machen sich strafbar.

In Zeiten der Globalisierung lässt sich der freie Markt nicht gegen Fernost-Ware abschotten. Denn wie vehement sich die Druckerhersteller gegen Ihre Konkurrenz auch wehren mögen, haben Sie das Debakel oft selbst verschuldet. Sie lassen selbst in Fernost produzieren. Der Ehrgeiz der asiatischen Hersteller wächst, wenn sie erkennen, dass die Ware, die sie für den Auftraggeber X produzieren, auf den europäischen und nordamerikanischen Markt zu einem hohen Preis über den Ladentisch wandert. Mit dem erlernten Know-how wird eine New-Built Kartusche oder Patrone unter einer eigenen Marke an den Mann gebracht.

In guter Hoffnung, kann man nur davon ausgehen, dass der Markt dem einfachen Prinzip folgt: Nachfrage bestimmt das Angebot. Wenn der Kunde alle Vorteile und Nachteile abwägt und sich für ein qualitativ hohes Produkt entscheidet und auch bereit ist ein Paap Euro mehr auszugeben, möglicherweise kann dann das Handwerk, denjenigen gelegt werden, die sich an der Grenze der Legalität bewegen.

 

 

 

 

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